| Landwirtschaft |
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| Eine Oase für Weidetiere |
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Die Adelegg war für die Bauern seit jeher eine große
Herausforderung. Und doch blühte hier einst die Landwirtschaft - in der
Kombination mit Waldarbeit und der Glasmacherei als Haupterwerb.
Noch in den 50er Jahren waren drei Sennereien in Kreuzthal,
Blockwiesen und im Ulmertal im Betrieb. Rund 70 meist kleine
Berghöfe wurden bewirtschaftet, selbst die steilsten Hänge gemäht.
Mit den 60er Jahren aber wandern die Bergbauern ab, nur die Höfe im Tal
überleben länger. Viele Flächen werden aufgeforstet, die Kulturlandschaft
schrumpft, Adelegg und Kreuzthal verfinstern sich buchstäblich.
Die Aufforstung ist seither die größte Bedrohung.
Heute gibt es nur noch eine Handvoll aktiver Landwirte,
auf den Berghängen tummelt sich Pensionsvieh aus dem Unterland.
Inzwischen wird aber sogar dieses Stellvieh rar, da mit dem
Strukturwandel in der Landwirtschaft überall Flächen frei werden.
Wenn die wertvollen Bergweiden und Magerwiesen der Adelegg erhalten
werden sollen, müssen sie weiterhin gepflegt, extensiv beweidet werden.
Das raue Klima der Adelegg bietet sich an für die Zucht gesunder Nutztiere,
für seltene Rassen gar, die wieder zunehmend gefragt sind -
ob Rinder, Schafe oder Ziegen.
Seit 2002 gibt es eine Herde Hinterwälder Rinder im Kreuzthal.
Sie ergänzen die Landschaftspflege der angestammten Landwirte. Die Hinterwälder sind die
kleinste und leichteste Rinderrasse
Mitteleuropas, ideal geeignet für steile Hänge. Zudem extrem robust,
echte Ur-Rinder.
Kreuzthal und die Adelegg bieten sich an mit Klima und Topographie als Oase
für bedrohte Nutztierrassen.
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